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Der Einsatz von Vollhartmetall Gewindebohrer hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Heute werden die meisten Anwendungen
im Bereich Drehen, Bohren und Fräsen mit diesem Schneidstoff durchgeführt.
Die Entwicklung von Hartmetallwerkzeugen wurde notwendig aufgrund der rasanten Entwicklung der Maschinentechnologie, welche
den Einsatz von Verschleißfesten Werkzeugen zum einen zulassen und auch voraussetzen um höhere Schnittparameter fahren zu
können gegenüber herkömmlichen HSS-E Werkzeugen.
Bei der Gewindeherstellung gibt es in einigen Bereichen keine Alternativen zum Vollhartmetallgewindebohrer, wie im Falle von gehärteten
Bauteilen. Im Falle von abrasiven Werkzeugen ist der Einsatz von Hartmetallgewindebohrer besonders wirtschaftlich.
Das Programm
Folgende Werkzeuge sind im Programm enthalten:
- Gerade genutete Gewindebohrer mit innerer Kühlmittelbohrung, Anschnittform C, für Grund. –und Durchgangsgewinde. Für den
Einsatz von abrasiven Werkstoffen wie Grauguss und Alu-Legierungen mit hohem Si Anteil in den Gewindearten M und MF (Artikel
HB43 und HB45)
- Schwachspiraliger Gewindebohrer mit innerer Kühlmittelbohrung, Anschnittform C, für Grundlochgewinde. Für den Einsatz von
langspanenden Alu-Legierungen, Kupfer, Messing in den Gewindearten M (Artikel HB29)
- Gerade genutete Gewindebohrer, Anschnittform D, für Grund. –und Durchgangsgewinde. Für den Einsatz von gehärteten
Werkstoffen bis 62 HRC, in den Gewindearten M (Artikel H130)
- Maschinengewindeformer mit innerer Kühlmittelbohrung, radial Austritt , Anschnittform C, für Grund. –und Durchgangsgewinde.Für den Einsatz von unlegierten und niedrig legierten Stählen, wie auch für Rostfreie Stähle und Aluminium, in den Gewindearten
M (HB80NR)
Im Programm enthalten ist auch ein Vollhartmetall Spiralbohrer (HP900) für den Einsatz von gehärteten Werkstoffen bis 62 HRC.
Der Vollhartmetall Spiralbohrer ist abgestimmt für den Einsatz des Gewindebohrers H130.
Die Vorteile
Vorteile beim Einsatz von Vollhartmetall Gewindewerkzeuge gegenüber HSSE Werkzeugen liegen bei einigen Werkstoffen in der
Erhöhung der Standmenge. So ist auch der Einsatz bei gehärteten Werkstoffen möglich.
Insbesondere bei abrasiven und spröden Materialien wie Grauguss, Al-Si Legierungen (Si> 10%) lassen sich Standmengen um dass
8-10 –fache erhöhen, gegenüber HSSE.
Alle Gussgewindebohrer werden mit innerer Kühlmittelbohrung versehen zur besseren Spanabfuhr, Einsatz bis 3xD möglich.
Gewindebohrer HB29, für den Einsatz in Al-Legierungen und NE-Metalle verfügen über eine innere Kühlmittelbohrung zur besseren
Spanabfuhr und somit auch für tiefe Gewinde geeignet bis 3xD.
Vorteil beim Einsatz dieser Werkzeugtype ist die hohe Werkzeugstandzeit und verkürzte Fertigungshauptzeiten.
Einsatz von Hartmetallgewindebohrer für gehärtete Werkstoffe H130, ist die einzige Möglichkeit diese bis 62 HRC gehärteten Bauteile
wirtschaftlich zu bearbeiten. Ein HSSE Werkzeug ist hierzu nicht in der Lage.
Vollhartmetall Hochleistungsgewindeformer HB80NR sind in der Lage ein sehr breites Einsatzspektrum abzudenken, Stahl wie auch
Rostfreie Werkstoffe und Al-Legierungen. Nicht nur die enormen Standzeiterhöhungen von bis zum 20 –fache in Stahlwerkstoffe
gegenüber HSSE Werkzeugen, sondern auch die gegebene Prozesssicherheit (keine Spanbildung) setzt hier Maßstäbe bei gleichzeitiger
Taktzeitreduzierung.
Unabdingbar ist der Einsatz von Vollhartmetall Gewindewerkzeuge in qualitativ hochwertigen Gewindeschneidfuttern, welche einen
minimalen Längsausgleich aufweisen in axialer Richtung.
Es bietet sich geradezu an, hier die Synchrongewindeschneidfutter von Vergnano zu verwenden, aus der Sincro Baureihe.
Bitte beachten Sie auch immer die vorgegebenen Schnittparameter, beginnend vom kleinsten Wert.
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Der Werkstoff Hartmetall
Vollhartmetall wird als metallischer Verbundstoff angesehen, welches über einen Sintervorgang von verschiedenen Hartstoffteilchen, zum
größten Teil Wolframkarbide (WC), und einem Bindemittel, vor allem Kobalt (Co), gewonnen wird. Weitere Bestandteile sind: Titancarbid
(TiC), Niobcarbid (NbC) und Tantalcarbid (TaC).
Durch diese Zusammensetzung werden erwartungsgemäß hohe Härte und Druckfestigkeit und somit ein entsprechend geringer Verschleiß gewährleistet. Die Bindemittel sorgen für die nötige Zähigkeit.
Durch Dimensionierung der einzelnen Hartstoffteilchen und Bindelegierungen ist eine Vielzahl von Eigenschaftskombinationen in Bezug
auf Härte und Zähigkeit möglich. Zusammenfassend ist festzuhalten: die mechanischen Eigenschaften des Hartmetalls hängen
von der chemischen Zusammensetzung (Mischungsverhältnis der Hartstoffteilchen), Korngröße wie auch der Auswahl der Bindemittel
und des Herstellverfahren ab.
Hauptunterschiede von Hartmetall und Schnellarbeitsstählen werden in der folgenden Tabelle deutlich: |
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Die Norm ISO 513 sieht eine Klassifizierung der Schneidstoffsorten und deren Einsatz je nach Einsatzfall.
Nach der ISO Klassifizierung werden die Hartmetalle in drei verschiedene Gruppen unterteilt: P (Blau gekennzeichnet), M (Gelb gekennzeichnet),
K (Rot gekennzeichnet). Die Untergruppen werden mit Zahlen gekennzeichnet, zunehmend in Bezug auf den Kobaltanteil. |
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