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Das von Vergnano mit dem Katalogauszug 2007 bereits vorgestellte Synchrongewindebohrerprogramm wird nun um weitere Typen erweitert:
- Maschinengewindebohrer Metrisch Fein S17 und S71
- Maschinengewindebohrer für die Guss Bearbeitung, aus der Baureihe S43, BS43 und S45
- Maschinengewindeformer, aus der Baureihe S80N und BS80NR
Diese Programmerweiterung ist notwendig geworden um auf die steigende Nachfrage aus dem Markt zu reagieren, welcher mit einer großen Materialvielfalt aufwartet und sich heute aufgrund des verstärkten Einsatzes von modernsten Maschinen und Synchrongewindeschneidfuttern sehr dynamisch zeigt.
Der Prozess
- Modernste Bearbeitungsmaschinen gewährleisten eine Synchronisation der Spindeldrehbewegung mit der Vorschubsachse während des gesamten Gewindeschneidprozess.
- Spezifische Synchrongewindeschneidfutter verfügen über einen Minimalausgleich (<1mm), welcher die auftretenden Axialkräfte auf Zug und Druck ausgleichen kann. Diese unterscheiden sich von den ausgesprochenen Ausgleichsfuttern, die einen sehr viel größeren Ausgleich haben. Gegenüber diesen Futtern kann man bei den Synchrongewindeschneidfuttern von fast starren Verhältnissen sprechen. In der Tat spricht man auch von “rigid tapping“
- Der Minimalausgleich erlaubt eine Reduzierung der auftretenden Axialkräfte, die auf den Gewindeflanken aufgrund von Synchronisationsfehlern und eines kleinen mechanischen Spiels generiert werden
- Aufgrund der Synchronisation von Steuerung, Futter und Werkzeug sind sehr hohe Schnittgeschwindigkeiten zu realisieren
- Die Sincro-Gewindewerkzeuge können ausschließlich für den Einsatz mit Synchrongewindeschneidfutter oder absolut starr verwendet werden. Aufgrund der speziell entwickelten Schneidengeometrie für den Einsatz bei sehr hoher Schnittgeschwindigkeit würden diese Gewindewerkzeuge zu Steigungsfehlern führen
- Für die Synchronbearbeitung können grundsätzlich alle Gewindewerkzeuge aus dem Vergnano-Programm verwendet werden. Die eigentliche Argumentation für den Einsatz eines speziell hierfür entwickelten Sincro-Gewindewerkzeugs liegt in der Prozesssicherheit und erhöhten Produktivität aufgrund erhöhten Schnittgeschwindigkeit und Werkzeugstandzeiten.
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Vergleich zwischen Ausgleichsfutter und Synchrongewindeschneidfutter |
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Der Gewindebohrer
- Die Sincro-Gewindewerkzeuge werden aus HSSK pulvermetallurgischem Stahl hergestellt
- Werkzeuge können mit seitlicher Weldonspannfläche nach DIN1835B (Weldon) für den Einsatz mit herkömmlichen
Aufnahmen geliefert werden. Alle Werkzeuge verfügen über einen h6 Schaft, welcher genauer gegenüber den
herkömmlichen h9 Schäften ausfällt und sich somit auch für das Schrumpfen dieser Werkzeuge eignet
- Die Werkzeuggeometrie ist ausgelegt für die Synchrongewindebearbeitung und somit für den Einsatz von hohen
Schnittgeschwindigkeiten
- Die Gewindelänge ist verkürzt gegenüber den bisher bekannten Geometrien, welche dem Einsatz auch bei großen
Gewindetiefen zugute kommt. Das Führungsgewinde konnte verkürzt und auf den Zerspannungsprozess
ausgerichtet werden, da die Axialführung des Werkzeuges von der Spindel übernommen wird
- Die Ausführung mit hohem Drall und innerer Kühlmittelbohrung erlaubt den Einsatz in sehr tiefen Gewinden. Die
Gewindeabschrägung gewährleistet eine erhöhte Prozesssicherheit aufgrund eines reduzierten Drehmoments beim
Reversiervorgang
- Das Lieferprogramm umfasst drei verschiedene Gewindebohrertypen (S15, S43, S70) und einen Gewindeformertyp (S80N)
- Es ist auch jeweils eine Ausführung mit axial Bohrung oder Radialbohrung je Typ vorgesehen (BS15, BS43,
BS70, BS80 NR).
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Die Vorteile
- Reduzierung der Bearbeitungszeiten aufgrund erhöhter Schnittgeschwindigkeiten
- Höhere Werkzeugstandzeiten
- Hohe Prozesssicherheit, lehrenhaltige Gewinde.
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Vorraussetzungen
- Einsatz ausschließlich auf NC-Maschinen oder Bearbeitungszentren mit der Option der Synchronisation des
Vorschubs und Spindeldrehzahl
- Ausreichende Spindeldrehzahl, um die vorgegebene Schnittgeschwindigkeit erreichen zu können (insbesondere bei
kleinen Nenngrößen)
- Synchrongewindeschneidfutter mit Minimalausgleich
- Beim Einsatz von Gewindewerkzeugen mit innerer Kühlmittelbohrung ist auf die Verwendung entsprechender
Gewindeschneideinsätze zu achten
- Hochfahren der Spindeldrehzahl vor dem Werkzeugeingriff in das Material somit wird eine konstante Schnittgeschwindigkeit gewährleistet (Sicherheitsabstand).
Programmübersicht
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