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Spandicke Sz ist in Abhängigkeit der Anschnittlänge zu sehen; verlängert sich die Anschnittlänge, verkleinert sich die Spandicke.
Beim Gewindeschneiden können die Schnittgeschwindigkeit und der Vorschub nicht unabhängig voneinander gewählt werden, wie
dies z.B. beim Bohren oder Fräsen geschehen kann.
So ist bei der Eingabe einer Drehzahl der Spindel N (angegeben U/min) und der Steigung p der Vorschubswert gegeben: f= N x p.
Gewindeschneiden kann man heute mit und ohne Ausgleichsfutter.
Das Ausgleichsgewindeschneidfutter erlaubt eine gewisse Korrektur von maschinenbedingten Fehlern.
Es befinden sich im Handel Ausgleichsfutter auf Druck, welche dem Gewindebohrer einen Vorschub mit der eigenen Steigung
erlauben, aber auch Ausgleichsfutter auf Zug, die beim Reversieren bei zu hoher Geschwindigkeit einen Ausgleich erlauben.
In den meisten Fällen sind diese Aufnahmearten mit einer Rutschkupplung versehen, die bei Überschreitung des Drehmoments
einen Werkzeugbruch verhindern.
Gewindeschneidaufnahmen für die Synchron-Bearbeitung erlauben keine axialen Ausgleichsbewegungen (oder nur minimale). Man
spricht auch von synchronisiertem Gewindeschneiden.
Die neuen Vergnano-Gewindebohrer des „S“ Programms (S15, S70, BS15, BS70) sind ausschließlich für den Einsatz im
Synchron- Gewindeschneidfutter ausgelegt. Diese Werkzeuge verfügen über eine Schaftausführung mit einer seitlichen
Mitnahmefläche und einer h6 Schafttoleranz und sehr hohem Freiwinkel, der ebenso den Einsatz von hohen Schnittparametern
erlaubt.
In der folgenden Abbildung werden die verschiedenen Schritte des Prozesses vorgestellt:
Positionierung und Hochfahren der Drehzahl werden als Start gesehen, danach beginnt der Gewindeschneidzyklus bis zur
Erreichung der gewünschten Gewindetiefe. Bei Erreichen der Gewindetiefe wird der Reversiervorgang gestartet, Werkzeug fährt
axial zurück und aus dem Bauteil.
In der zweiten Abbildung wird der Drehmomentverlauf dargestellt in Abhängigkeit von den entsprechenden Bearbeitungsfasen.
Beim Anschneiden des Gewindes (Schritt 1 und 2) steigt das Drehmoment sehr stark an bis zum Erreichen der Gewindetiefe
(Schritt 3), hier liegt dass Drehmoment bei gleich 0. Hiernach wird der Reversiervorgang eingelegt, der negativ Ausschlag (Schritt
4) ist so zu erklären, dass hierbei die Spanwurzel abgeschert wird. Drehmomentverlauf reduziert sich in Abhängigkeit von der
Gewindetiefe bis auf null (Schritt 4 und 5).
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